Pflanzengruppe

Naturalistischer Stil

Der naturalistische Stil zeichnet sich durch freie Komposition und üppiges Pflanzenwachstum aus. Die Pflanzen stehen im Mittelpunkt; damit sie gut gedeihen und wenig Pflege benötigen, müssen passende Standortbedingungen geschaffen werden.

Der erste Schritt zu einem solchen Garten ist die Analyse des Standorts — Lichtverhältnisse, Boden und Klima — sowie ein Blick über den Zaun: Wir prüfen, was in der Umgebung wild wächst. Grundsätzlich sollte sich der naturalistische Garten harmonisch in die umgebende Landschaft einfügen.

Pflanzenauswahl: heimische Arten oder solche, die „vertraut“ wirken

Heimische Arten haben Vorrang vor weitgereisten Gästen. Die Auswahl hängt von der Region ab, deshalb gibt es kein festes Pflanzenrepertoire. Beispiele:

  • An feuchten Standorten: Weiden und Erlen; unter Stauden etwa Sumpfdotterblume, Haselwurz, sibirische Schwertlilien und verschiedene Knöterich-Arten.
  • In den Bergen: Kiefern, Fichten, Buchen; dazu treten typische Waldpflanzen wie Eisenhut und Fingerhut auf.
  • Auf trockenen, sauren Böden: Heidekraut und Heidelbeeren.

Man kann auch nicht-heimische Arten verwenden, die „vertraut“ wirken und gut in die Landschaft passen. Häufig werden Gräser und grasartige Stauden eingesetzt — Miscanthus, Seggen, Rohrglanzgräser, Hirse, Lampenputzergräser — die in größeren Gruppen gepflanzt einen natürlichen Eindruck erzeugen.

Nah an der Natur

Ein naturalistischer Garten ist ökologisch und tierfreundlich. Vögel werden von beerentragenden Sträuchern und Bäumen angezogen, etwa Vogelbeeren, Schneebälle, Holunder oder Weißdorn. Gut wirkt ein unregelmäßig gestalteter Teich, bewachsen mit Kalmus, Schilf und Schwertlilien, der von Fröschen bewohnt wird.

Nur natürliche Materialien

Die Materialien sollten natürlichen Ursprungs sein — Stein, Kies, Rinde, Holz. Man kann eine Holzlaube aufstellen oder Steinwege und Mauern anlegen. Natürlichkeit bringen auch umgestürzte, mit Moos überzogene Baumstämme oder frei verteilte Findlinge.

Elemente der Kleinen Architektur sollten die Pflanzen nicht dominieren, sondern sich in sie einfügen. Kletterpflanzen wie Wilder Wein, Geißblatt oder Clematis verstärken den üppigen Eindruck und begrünen Wände und Lauben.

Ein Garten, der sein eigenes Leben führt

Ein naturalistischer Garten reguliert sich im Idealfall selbst und benötigt nur minimale Eingriffe — ein Angebot für Menschen, die im Garten Erholung suchen und nicht Arbeit. Anstelle eines Rasens kann eine Blumenwiese mit vielen Insekten oder bodendeckende Pflanzen wie Immergrün oder Haselwurz treten. Für Liebhaber des Rasens empfehlen sich Mischungen mit Gänseblümchen und Klee, um einen „blühenden“ Rasen zu erzielen, der zum Konzept des naturalistischen Gartens passt.

Minimale Pflege

Die Pflege beschränkt sich hauptsächlich darauf, zu verhindern, dass der Garten in undurchdringliches Gestrüpp übergeht — seltenes Zurückschneiden und Auslichten genügen. Es spricht nichts dagegen, Stile zu kombinieren: Die Fläche nahe am Haus kann formeller gehalten werden, während die Ränder des Grundstücks einen naturalistischen Charakter erhalten, der sich harmonisch in die Umgebung einfügt.

Pflanzen in dieser Gruppe

527 Pflanzen

Armeria maritima Alba

Weißblühende Sorte mit hoher Frostdauer; geringe Ansprüche und kompakte Wuchsform sowie feine weiße Blütenköpfchen bring…

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Pinus cembra

In den Tatra natürlich vorkommende Kiefer, im Garten ein langsam wachsender, dichter, kegelförmiger Nadelbaum, bereits a…

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Pinus cembra Compacta Glauca

Kleine Sorte der Zirbelkiefer mit silbrig-blauen Nadeln und aufrecht-kompaktem Wuchs.

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Sosna limba Stricta

Pinus cembra Stricta

Säulenförmige Sorte der Zirbelkiefer, die sowohl im kleinen Hausgarten als auch im städtischen Grün oder in großen natur…

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Sosna Schwerina Wiethorst

Pinus ×schwerinii Wiethorst

Schöne, kompakte Sorte, bekannt seit Ende der 1980er Jahre. Auffälliger Habitus, lange silbrig-grüne Nadeln und dekorati…

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Sosna limba Glauca

Pinus cembra Glauca

Langsam wachsende Sorte der Zirbelkiefer mit silbrig gefärbten Nadeln und kompaktem, konischem Wuchs.

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Sosna himalajska

Pinus wallichiana

Ursprüngliche im Himalaya wild wachsende Kiefer, bekannt für ihre langen – bis zu 20 cm – weichen blaugrünen Nadeln.

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Pinus aristata

Die stachelige Kiefer ist eine langsam wachsende Pflanze mit kurzen, sehr dichten, dunkelgrünen Nadeln und außergewöhnli…

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