Waldkiefer
Pinus sylvestris
Die Waldkiefer ist einer der am häufigsten vorkommenden Nadelbäume in Polen und wird oft mit Sommerurlaub und Küstenlandschaften assoziiert.
Vielseitige und beliebte Kiefer, häufig auf Parzellen zu finden. Die Pflanze ist kräftig, widerstandsfähig und anspruchslos und lässt sich in die meisten Gartenstile integrieren.
Blätter
Wuchsform
Herbst
01 / 4
Aussehen
Es ist schwer, eine „typische“ Kiefer zu beschreiben, denn sie kann je nach Lichtverhältnissen sehr unterschiedliche Formen annehmen. Einzelstehende, gut beleuchtete Bäume sind gedrungen, stämmig und im unteren Bereich dicht. In Beständen oder in dichter Pflanzung wachsen sie hingegen eher in die Höhe, verlieren die unteren Äste und bilden eine hoch angesetzte, schirmartige Krone.
Die Kiefer erreicht 15 bis 30 m Höhe; das Wachstum ist zügig — nach 10 Jahren beträgt die Höhe meist etwa 3–4 m. Kennzeichnend für ausgewachsene Exemplare ist die orangefarbene, rissige Rinde, die sich schuppenartig ablöst.
Die Nadeln der Waldkiefer sind steif, pieksig und relativ lang — sie werden 5–9 cm lang. Sie sind meist grün, manchmal mit einem dünnen, leicht abreibbaren silbrigen Belag. Die Nadeln stehen zu zweit in einem Büschel (zweinadelige Kiefer).
Die Pflanze bildet zahlreiche Zapfen, die zunächst grün und später braun werden.
02 / 4
Standort und Pflege
Kiefern sind ausgeprägt lichtliebend. Im Schatten wachsende Pflanzen sind meist schwach, krumm, lichter und häufiger krankheitsanfällig.
Sie kommen gut mit Hitze zurecht und sind sehr trockenresistent. Schlecht vertragen sie dagegen Luftverschmutzung.
Sie sind gegenüber Böden tolerant: sie wachsen auf mageren Substraten, sandigen, steinigen, torfigen oder sogar feuchteren Standorten und bei unterschiedlichen pH-Werten.
Obwohl sie leicht saure bis saure Böden bevorzugen, können sie den Boden durch das abfallende Nadelstreu selbst ansäuern.
In der Kultur ist die Anfälligkeit für Krankheiten problematisch, insbesondere die Nadelfäule bzw. Nadelbräune, die besonders junge Pflanzen befällt.
Die Kiefer ist harzreich — das Schneiden von Trieben führt zu starkem Harzaustritt, der Wege und Unterpflanzung verschmutzen kann. Deshalb sollte man Schnitte vorzugsweise an jungen Frischtrieben im Frühjahr vornehmen.
03 / 4
Verwendung
Die Kiefer lässt sich erfolgreich in naturnahen Anlagen sowie in Alpinarien einsetzen.
Bei Einzelbäumen empfiehlt es sich, niedrige Bodendecker für einen Farbkontrast zu wählen — saisonale wie Tulpen, Traubenhyazinthen oder das Tränende Herz (Dicentra spectabilis), oder dauerhafte Pflanzen, z. B. punktierter Gilbweiderich (Lysimachia punctata), Frauenmantel (Alchemilla) oder Woll-Salbei (Salvia nemorosa).
Auf geeigneten Parzellen kann man auch Heideflächen mit Beteiligung von Azaleen, Rhododendren, Calluna, Erica und Pieris anlegen.
Die Waldkiefer fügt sich auch in den japanischen Garten ein, wo sie windgeformt als Bonsai, in Gesellschaft größerer Steine, Bambus und dekorativer Arten wie Ginkgo 'Horizontalis' wirkt.
04 / 4
Weitere Informationen
Die Pflanze hat traditionelle Anwendungen in der Volksmedizin bei Beschwerden der oberen Atemwege — aus Nadeln und Trieben werden Öle für Inhalationen gewonnen. Aus Nadeln werden auch Badezubereitungen hergestellt, und das Harz wird zur Gewinnung von Terpentin sowie für bestimmte Salben verwendet.
Aus den jungen Mai-Trieben, mit Zucker angesetzt, lässt sich auf einfache Weise ein hausgemachter Hustensirup für Erkältungen herstellen.
Aufgrund ihrer hohen Widerstandsfähigkeit gegenüber ungünstigen Bodenverhältnissen und niedrigen Temperaturen sowie der vergleichsweise geringen Produktionskosten wird die Waldkiefer häufig als Unterlage für veredelte Nadelgehölze verwendet.
Phänologie
Jahresrhythmus von Blüte, Früchten und Pflegearbeiten
Phänologie der Pflanze
Die Daten stammen aus dem Plant Phenology V1-Modell. Zeiträume sind validierte Wochenbereiche aus Ogrodeus-Daten und können je nach Wetter und Standort abweichen.
Größe
Größe und Wuchs
- Endhöhe
- 15 m
- Endbreite
- 7 m
Merkmale
Pflanzenmerkmale
- Natürliche Wuchsform
- Locker
- Blätter / Nadeln
- Immergrüne Blätter / Nadeln
- Wuchsstärke
- Starker Wuchs
Formgebung
Formgebung und Erziehung
- Erziehung
- Hochstammform Freiwachsende Hecke
Merkmale
Eigenschaften und Verwendung
Standort
- Bevorzugter Lichtbedarf
- Volle Sonne
- Bevorzugte Bodenfeuchte
- Trockener Standort Frischer Standort
- Tolerierte Bodenfeuchte
- Feuchter Standort
- Bevorzugter Boden
- Durchlässiger Boden
- Tolerierter Boden
- Sandiger Boden Humoser Boden Sandig-lehmiger Boden Nährstoffreicher Boden Magerer Boden Normaler Gartenboden
- Bevorzugter Boden-pH
- Saurer Boden Leicht saurer Boden
- Tolerierter Boden-pH
- Neutraler Boden Leicht alkalischer Boden
Eigenschaften
- Tiefes Wurzelsystem
Warnhinweise
- Anfällig für Schädlinge
Verwendung
- Für kleine Gärten
- Für Steingärten
- Für Parks
- Für Böschungen
- Für Heidegärten
care
- Trockenheitsverträglich
morphology
- Immergrüne Blätter
Pflanzengruppen
Pflanzengruppen ansehen
Verwandtes Wissen
-
September im Garten
Im September genießen wir noch die Sonnenstrahlen, die nicht mehr so ermüdend sind. Das Grün in den Beeten erhält Patina bzw. Gold-, Orange- und Rottöne. Wir bewundern die im Wind wiegenden Blütenstände der Ziergräser. Im Gartenkalender beginnt nun die beste Zeit, um neue Pflanzen zu setzen.
-
Welche Clematis können wir im Garten pflanzen?
Clematis (powojniki) sind schöne Kletterpflanzen, geschätzt für ihre romantischen Blüten. Die Auswahl ist riesig – man kann Clematis so kombinieren, dass sie von April bis Oktober blühen.
-
Juni im Garten
Der erste Sommermonat bringt viel Freude im Garten. Ein Fest der Farben und Blüten dauert an. In diesem Monat setzen wir die Frühling‑ und Sommerarbeiten fort und dürfen nicht nachlässig sein. Vor allem gießen, jäten und den Kampf gegen Schädlinge und Krankheiten fortsetzen. Wir pflanzen, säen, pikieren, umtopfen und achten darauf, dass die bisherigen Maßnahmen die gewünschten Ergebnisse bringen.