September im Garten
Im September genießen wir noch die Sonnenstrahlen, die nicht mehr so ermüdend sind. Das Grün in den Beeten erhält Patina bzw. Gold-, Orange- und Rottöne. Wir bewundern die im Wind wiegenden Blütenstände der Ziergräser. Im Gartenkalender beginnt nun die beste Zeit, um neue Pflanzen zu setzen.
01 / 12
Kürzere Tage und niedrigere Temperaturen begünstigen die Erhaltung höherer Bodenfeuchte, die zudem noch warm ist. Solche Bedingungen sind sehr günstig für das Anwurzeln neuer Pflanzen.
02 / 12
Pflanzen, Pflanzen, Pflanzen
September und Oktober sind der beste Zeitraum zum Pflanzen, Umpflanzen, Ergänzen, Vermehren und Anlegen neuer Beete. Neue Pflanzungen sollte man idealerweise schon im Sommer planen. Wir wählen passende Laub- und Nadelbäume und -sträucher, Stauden, Ziergräser sowie frostharte Kletterpflanzen (z. B. Waldreben, Geißblatt, Weinreben) und passen Arten und Sorten genau an die Standortbedingungen in unserem Garten an. Das Pflanzen frostempfindlicher Arten (z. B. Rhododendren, Glyzinien) verschieben wir besser auf das frühe Frühjahr.
Viele Sträucher, besonders mit offenem Wurzelwerk, sind jetzt oft preisgünstig erhältlich. Ziergräser sind sehr beliebt – die Auswahl in Baumschulen ist groß. Beim Pflanzen denken wir an den richtigen Pflanzabstand, graben ausreichend große Pflanzlöcher und bereiten bei Bedarf die Erde vor (z. B. mit Kompost oder Torf), um die Pflanzlöcher zu verbessern.
03 / 12
Hecken pflanzen
Im Herbst lohnt es sich, Hecken aus Pflanzen mit offenem Wurzelwerk anzulegen — das ist meist günstiger als Material in Töpfen. Um gerade zu pflanzen, spannen wir eine Schnur und graben einen Graben von etwa dem Doppelten des Wurzelballendurchmessers. Die Wurzeln tränken wir mehrere Stunden in Wasser. Wir prüfen den empfohlenen Pflanzabstand für die gewählte Sorte. Das Pflanzen gelingt am besten zu zweit: eine Person hält die Pflanze, die andere schüttet die Erde auf – so stehen die Pflanzen gleichmäßig.
Die Wurzeln kürzen wir auf etwa 20 cm. Auf den Boden des Lochs häufen wir einen kleinen Erdhügel, auf dem wir die Wurzeln so ausbreiten, dass sie sich nicht einrollen. Dann befüllen wir das Loch, treten die Erde leicht an und gießen reichlich.
04 / 12
Rosen mit freiem Wurzelwerk pflanzen
Im September und Oktober pflanzen wir Rosen mit freiem Wurzelwerk — im Herbst gesetzte Sträucher wurzeln gut. Wir wählen für sie einen sonnigen, aber luftigen Standort mit frischer, durchlässiger Erde, idealerweise mit etwas Lehmanteil. Die Wurzeln kürzen wir auf etwa 20 cm und tauchen sie für etwa 5 Stunden in Wasser.
Auf den Boden des Pflanzlochs schütten wir einen Erdhügel, auf dem wir die Wurzeln ausbreiten. Dabei achten wir darauf, dass die Veredelungsstelle 5 cm unter der Erdoberfläche liegt. Nach dem Auffüllen treten wir die Erde an, gießen reichlich und häufen vor dem Frost noch einen zusätzlichen Erdhügel an, der die Pflanze vor dem Durchfrieren schützt.
05 / 12
Ach, diese Heide!
Der Anblick einer blühenden Heidefläche begeistert über viele Wochen. Die Anlage kann so geplant werden, dass sie über weite Teile des Jahres attraktiv bleibt — etwa durch die Beimischung zwergwüchsiger Nadelgehölze, Frühlingsazaleen, immergrüner Pieris oder Ziergräser. Der Schlüssel zum Erfolg bei der Kultivierung von Heidepflanzen ist ein entsprechend vorbereiteter Standort: sonnig, mit saurem, leichtem (sandigem) und durchlässigem Boden.
Beim Pflanzen lohnt sich der Einsatz von Mykorrhiza-Präparaten, die für Heidepflanzen geeignet sind. Das Heidebeet mulchen wir mit Kiefernrinde, und im Winter ist es gut, die Pflanzen mit Tannenzweigen abzudecken. Die Sträucher schneiden wir vor dem Winter nicht zurück — der Schnitt erfolgt erst im Frühjahr, was dem Überwintern zugutekommt.
06 / 12
Damit es im Frühling blüht
Im September und Oktober legen wir Beete mit Blumenzwiebeln an. Das ist wichtig, denn im frühen Frühjahr bringen diese Pflanzen die meisten Farben. Wir setzen Zwiebeln von Narzissen, Schachbrettblumen, Tulpen, Hyazinthen, Zierlauch, Traubenhyazinthen, Krokussen und Blausternen.
Die Pflanztiefe der Zwiebeln entspricht meist dem Dreifachen der Zwiebelhöhe (auf schweren Böden etwas flacher, auf leichten etwas tiefer). Wir pflanzen sie am besten in größeren Gruppen — dann entstehen zur Blütezeit eindrucksvolle Farbflecken.
07 / 12
Stauden teilen
Im September können wir Stauden teilen, die im Frühjahr geblüht haben — unter anderem Christrosen, Nelken, Tiarella, Veilchen (duftende und schmetterlingsförmige), Flammenblumen, und auch Versuche beim Teilen anderer abgeblühter Stauden unternehmen: Storchschnäbel, Ehrenpreis, jarzmianki, Draba oder Brunnera. Auf dem Steingarten räumen und teilen wir zu stark gewachsene Pflanzen: Cerastium, Gentiana, Thymian, Sedum kamtschaticum oder Euphorbia polychroma.
Vor dem Teilen gießen wir die Horste — kleinere, überständige Exemplare lassen sich mit einem scharfen Messer direkt im Boden teilen, größere graben wir aus und teilen mit Spaten oder Messer. Die neuen Teilstücke pflanzen wir sofort an den vorbereiteten Platz und gießen.
September ist auch ein guter Zeitpunkt, die Wurzelstöcke der Königin der Stauden — der chinesischen Pfingstrose — zu teilen. Junge Pflanzen teilen wir nicht, nur solche, die mindestens fünf Jahre alt sind. Denken Sie daran, dass Pfingstrosen weder zu flach noch zu tief gepflanzt werden dürfen — das ist eine Voraussetzung für die Blüte. Die Pflanzlöcher für Pfingstrosen müssen groß sein (ca. 60×60 cm) und mit nährstoffreicher Komposterde vorbereitet werden. Die Wurzeln legen wir so aus, dass sie sich nicht einrollen, und bedecken sie mit einer Erdschicht von nicht mehr als 8 cm, aber nicht weniger als 5 cm.
08 / 12
Nadelgehölze umpflanzen
Nadelgehölze vertragen Umpflanzen im Allgemeinen schlecht, aber wenn der Eingriff notwendig ist, ist der beste Zeitpunkt der September. Der Boden ist dann relativ feucht, was den Pflanzen Zeit zum Anwurzeln vor dem Frost gibt. Beim Ausgraben sollten wir möglichst viel des Wurzelwerkes erhalten.
09 / 12
Rasen anlegen
Der September ist ein guter Monat, um einen Rasen anzulegen. Den Platz sollte man etwa 10 Tage vorher vorbereiten, damit sich die Erde setzt. Er sollte gut unkrautfrei sein. Wenn wir keine Herbizide einsetzen, lockern wir den Boden mit einer Forke und entfernen Wurzeln, Rhizome und Ausläufer hartnäckiger Unkräuter.
Anschließend streuen wir einen Mehrnährstoffdünger aus (z. B. Azofoska — 3 kg auf 100 m²) und mischen ihn mit der Erde. Rechen wir glatt und walzen.
Für die Aussaat wählen wir einen trockenen, windstillen Tag. Vor der Aussaat befeuchten wir den Boden leicht und harken. Wir säen per Hand, indem wir die Samen kreuzweise ausstreuen, oder verwenden einen Streuwagen. Mit einer dünnen Erdschicht bedecken wir die Samen, damit sie nicht verweht werden, und wässern vorsichtig an.
10 / 12
Obststräucher schneiden
Nach Ende der Fruchtbildung schneiden wir im September Himbeeren, Brombeeren und Heidelbeeren. Die Sträucher fruchten am besten an zweijährigen Trieben und an den neuen Austrieben. Wir entfernen alle Triebe, die fruchteten, sowie schwache einjährige und solche, die die Krone zu stark verdichten — eng nebeneinanderstehende Triebe. Übrig bleiben nur die stärksten einjährigen Triebe.
Bei jungen Pflanzen schneiden wir knapp über dem Boden; in älteren Anlagen kann man etwa 20 cm über dem Boden schneiden.
11 / 12
Ernten
Im September gibt es reife Früchte — wir ernten Birnen, Äpfel, Pflaumen sowie saftige Weintrauben. Auch Walnüsse werden eingesammelt. Gegen Ende des Monats sind Erntezeit für Wurzelgemüse: Möhren, Petersilienwurzeln, Rote Bete und Sellerie.
Gesundes, trockenes und sauberes Gemüse lagern wir in Kisten, die mit Sand geschichtet sind, und stellen sie auf Regale in einem kühlen, feuchten Keller (in dem keine Früchte gelagert werden). Unter geeigneten Bedingungen kann es so den ganzen Winter über halten.
12 / 12
Topfpflanzen ins Haus holen
Im September können die ersten Fröste auftreten — es lohnt sich, die Wettervorhersage zu beobachten, um empfindliche Pflanzen rechtzeitig ins Haus zu bringen. Das betrifft Arten wie Bougainvillea, Datura, Hibiskus. (Oleander kann bis zu den ersten Frösten im Freien bleiben.)
Wir holen auch alle Zimmerpflanzen herein, die im Sommer auf der Terrasse standen — z. B. Ficus, Crassula oder Bananenpflanzen.