März im Garten
Im März heißt es die Ärmel hochkrempeln und im Garten aktiv werden. Es stehen viele Arbeiten an: Schnittmaßnahmen, Pflanzungen, Düngung, Rasenbelüftung und allgemeine Aufräumarbeiten. Auch wenn „im März wie im Topf“ das Wetter uns mit Kälteeinbrüchen überraschen kann, sollten wir uns nicht von einer guten Frühjahresvorbereitung abhalten lassen.
01 / 13
Passen wir alle Arbeiten im März an die aktuellen Temperaturen und Wetterprognosen an. Entfernen Sie Winterschutz und Schutzhaufen nicht übereilt – ein sonniger Tag kann schnell in Kälte und Bodenfrost umschlagen.
02 / 13
Boten des Frühlings
An wärmeren Tagen lohnt sich ein Spaziergang durch den Garten, um die ersten Blumen zu bewundern: Krokusse, Schneeglöckchen, Traubenhyazinthen, Primeln oder Christrosen. Diese Pflanzen sind wahre Frühlingsboten und bringen Farbe in die Umgebung.
Wenn Sie zuvor keine blühenden Pflanzen gesetzt haben, können Sie farbenfrohe Arrangements in Töpfen vorbereiten. Besonders Primeln sind sehr früh im Handel erhältlich und erhellen oft die graue Märzzeit.
03 / 13
Erste Aufräumarbeiten auf den Beeten
Prüfen wir den Zustand des Gartens nach dem Winter. Es ist ratsam, die Reste der Vorjahresblätter zu entfernen und frostgeschädigte Triebe von Sträuchern zurückzuschneiden. Achten wir auf immergrüne Pflanzen und Rosen – wurden sie durch frostige Winde beschädigt?
Wenn der März trocken ist, unbedingt reichlich Rhododendren und andere immergrüne Pflanzen (Mahonien, Buchsbäume, Kirschlorbeer, Lebensbäume, Zypressen) gießen. Sobald es die Temperaturen erlauben, lockern wir Schutzhügel und nehmen Abdeckungen ab, um zu prüfen, wie die Pflanzen den Winter überstanden haben. Entfernen Sie alle toten und erfrorenen Triebe.
Auf Staudenbeeten können wir die Bestände ordnen. Hält sich sonniges Wetter und sind die Fröste vorbei, kann man sommer- und herbstblühende Stauden teilen (z. B. Taglilien, Rittersporne, Fetthennen) und an neue Standorte setzen, dabei auf ausreichende Bewässerung achten.
Gegen Monatsende ist es meist sinnvoll, vertrocknete Stauden und tote Halme von Ziergräsern zurückzuschneiden, aber nicht zu früh – die trockenen Halme bilden einen natürlichen Schutz gegen Spätfröste. Beobachten Sie die Langzeitprognosen und passen Sie die Maßnahmen an, damit die Pflanzen nicht durch wiederkehrenden Frost geschädigt werden.
04 / 13
Pflege- und Formschnitte an Sträuchern
Im März führen wir Form- und Pflegeschnitte bei sommerblühenden Pflanzen durch. Kürzen Sie z. B. schmalblättrigen Lavendel, Heide, japanische Spieren, Rispen- und Baumhortensien, Potentillen oder Buddleja. Einige Sträucher lassen sich durch einen niedrigen Verjüngungsschnitt erneuern – z. B. Weißer Hartriegel oder die Hakuro-nishiki-Weide, was neues, attraktives Austrieb fördert.
Frühjahrsblühende Arten (Forsythien, Ziermandeln, Magnolien, Tamarisken) schneiden wir nicht im zeitigen Frühjahr, da sonst die Blüten verloren gehen. Die Gartenhortensie sollte nur inwieweit beschnitten werden, dass verblühte Blütenstände bis zur ersten gesunden Knospenpaar entfernt werden.
05 / 13
Schnitt von Hecken und Formschnitten
Im Vorfrühling erfolgen die ersten Pflege- und Form-Schnitte an laubabwerfenden Hecken sowie der erste Formschnitt an immergrünen Hecken. Bei Bedarf können laubabwerfende Hecken jetzt auch durch einen radikalen, niedrigen Schnitt verjüngt werden.
Hecken aus Hainbuche oder Buche lassen sich jetzt schneiden oder man wartet bis zum Anschwellen der Knospen – dann erholen sich die Pflanzen schneller. Ebenfalls führen wir das erste Formscherenschnitt an Gartenskulpturen aus, z. B. aus Buchsbaum, Lebensbaum, Zypressen, Eiben oder Pfaffenhütchen (Euonymus fortunei).
06 / 13
Schnitt von Fruchtsträuchern
Wenn Sie Fruchtsträucher kultivieren, sollten die Schnitte vor dem Austrieb erfolgen. Die Schnittführung hängt davon ab, an welchen Trieben die jeweiligen Sträucher fruchten.
Rote und weiße Johannisbeeren sowie Stachelbeeren – sie fruchten am besten an 2., 3. und 4. jährigen Trieben, deshalb entfernen wir nur ältere (5-jährige), gebrochene sowie schwache einjährige Triebe und solche, die den Strauch zu sehr verdichten.
Schwarze Johannisbeere – sie fruchtet an ein- und zweijährigen Trieben, daher schneiden wir drei- und älterjährige Triebe heraus.
Heidelbeere (Blaubeere) – lichten wir die Sträucher aus, indem wir schwache Triebe entfernen und zu lange Triebe einkürzen.
Himbeeren – alte Triebe stark auf etwa 10 cm einkürzen, wenige junge Triebe stehen lassen und diese zur Hälfte kürzen.
Ein korrekt ausgeführter Rebschnitt in diesem Zeitraum ist ebenfalls wichtig – seine Verschiebung kann zu sogenanntem „Weinen“ der Pflanzen führen, die Pflanze schwächen und die Anfälligkeit für Krankheiten erhöhen.
07 / 13
Schnitt von Obstbäumen
An warmen und sonnigen Tagen können wir mit dem Schnitt von Obstbäumen beginnen, wobei auch die Blühzeit (Mai) ein günstiger Zeitpunkt ist. Bäume benötigen vor allem Auslichtungsschnitte, damit mehr Licht in die Krone gelangt, was die Fruchtqualität verbessert. Entfernen Sie kranke, niederliegende, sich kreuzende Triebe sowie Wasserreiser und Wurzeltriebe.
Apfel- und Birnenbäume – am besten zuerst schneiden, da sie frostresistenter sind.
Pflaumen, Aprikosen, Pfirsiche – sie sind frostempfindlicher, daher werden sie meist gegen Ende des Monats geschnitten.
Frostempfindliche Kirschen und Süßkirschen werden erst nach der Ernte im Sommer geschnitten.
08 / 13
Pflanzungen
Sobald die Temperatur über dem Gefrierpunkt liegt und der Boden aufgetaut ist, kann mit dem Pflanzen laubabwerfender Gehölze begonnen werden. Im März sind oft Setzlinge für Hecken zu günstigen Preisen erhältlich – Hainbuchen, Buchen, Weißdorne, Caragana, Liguster oder Berberitzen. Auch Obstbäume und -sträucher mit Freilandwurzel sind zu dieser Zeit häufig preiswerter, daher ist der März eine gute Gelegenheit für geplante Heckensetzungen oder Ergänzungen im Obstgarten.
09 / 13
Rasenpflege
Der Vorfrühling ist ein guter Moment, sich um den Rasen zu kümmern: vertrocknete Reste, Müll und Äste zusammenrechen und entfernen. Maulwurfshügel ausgleichen und mit nährstoffreicher Erde auffüllen.
Wir können eine Belüftung/Aerifizierung durchführen, Rasen in Schadstellen nachsäen und eine erste Düngung des Rasens anwenden.
10 / 13
Aussaat einjähriger Pflanzen
Der März ist günstig für die Aussaat einjähriger Blumen. Bei wärmerem Wetter kann man direkt ins Freiland säen, z. B. Kornblumen, Schleierblumen, Duftwicke oder Rittersporn. Die Gefahr starker Nachtfröste kann Keimlinge vernichten – dann die keimenden Pflanzen mit Vlies schützen.
Planen Sie Anzucht auf einer warmen Fensterbank, können Sie chinesische Astern, Tagetes, Zinnien, Löwenmaul, Chinesische Nelken, Ringelblumen oder Duftwicke aussäen.
11 / 13
Pikieren der im Februar gesäten Keimlinge
Wenn Sie im Februar drinnen oder im Gewächshaus ausgesät haben, beobachten Sie die Pflanzen genau und pikieren Sie junge Keimlinge in kleine Töpfe um. Im März kann man auch relativ frostresistente Gemüsesorten direkt ins Beet säen: Ackerbohnen, Spinat, Radieschen, Möhren, Erbsen, Porree.
12 / 13
Topfpflanzen
Der März ist ein guter Zeitpunkt, sich um Topfpflanzen im Haus zu kümmern. Umtopfen Sie jene, die es benötigen, in größere Töpfe und frische Erde.
Nach dem Winter sind Pflanzen oft durch trockene Luft und Heizungsluft geschwächt – schneiden Sie abgestorbene oder verfärbte Blätter weg und verwenden Sie passende Dünger, um die Vitalität zu fördern.
13 / 13
Düngung und Mulchen
Ende März ist ein guter Zeitpunkt, um die Bodenfruchtbarkeit zu verbessern. Bei geplanten Neupflanzungen lohnt es sich, die Beete mit nährstoffreichem Substrat anzureichern und geeignete Düngemittel einzusetzen. Speziell abgestimmte Dünger für Pflanzenfamilien bringen meist bessere Ergebnisse. Weniger frostharte Pflanzen wie Azaleen und Rhododendren düngt man besser erst ab Mitte April.
Wenn Sie Kompost haben, nutzen Sie ihn – verteilen Sie gut verrotteten Kompost und mischen Sie ihn vorsichtig mit dem Mutterboden, ohne Wurzeln zu beschädigen. Auf Nadelholz- und säureliebenden Beeten ist es sinnvoll, mit Rindenmulch zu mulchen, das reduziert Unkrautwachstum und Wasserverdunstung. Das ist besonders vorteilhaft für flachwurzelnde Pflanzen wie Heide und Azaleen.