Purpur-Fingerhut
Digitalis purpurea
Zweijährige Pflanze, die sich nach Aussaat oder Pflanzung gern selbst aussät. Ideal für rustikale und englische, romantische Kompositionen.
Die Pflanze verlangt feuchte Standorte und ziemlich humose Böden – ist sie jedoch einmal etabliert, benötigt sie kaum besondere Pflege. Es lohnt sich, verblühte Rispen in der ersten Junihälfte zu schneiden, um eine Nachblüte zu fördern.
Blätter
Wuchsform
Herbst
01 / 5
Aussehen
Der Purpur-Fingerhut ist zweijährig — er blüht erst im zweiten Jahr nach der Aussaat (im ersten Jahr bildet sich überwiegend eine Blattrosette). Im Gartenfachhandel sind zunehmend auch bereits blühende Topfpflanzen erhältlich.
Aus der Rosette dunkelgrüner Blätter wächst meist ein hoher Stängel — maximal bis etwa 180 cm (durchschnittlich 90–100 cm), wobei die letzten rund 50 cm von den Blütenständen eingenommen werden. Diese Höhe führt dazu, dass der Fingerhut, ähnlich wie Stockrosen, zum Umfallen neigt; sinnvoll ist daher eine Stütze an Stäben oder entlang von Hauswänden.
Die pflanze blüht im Juni und entwickelt die Blüten von unten nach oben am Stängel (ähnlich wie Liatra). Sie bildet zahlreiche glockenförmige Blütenstände, dachziegelartig überlappend. Karmesinrote Blüten mit purpurnen Sprenkeln und weißer Randung werden häufig von Hummeln und Schwebfliegen besucht. Nach dem Entfernen verblühter Rispen kann der Fingerhut im Juli nochmals blühen.
Ende August beginnen die Pflanzen zu vergilben und abzutrocknen; es ist sinnvoll, sie in diesem Zustand bis zum Frühjahr stehen zu lassen, damit der Wind die gebildeten Samen verbreiten kann.
02 / 5
Standort und Kultur
Der Fingerhut ist relativ anspruchslos — er gedeiht auf durchlässigen, normalen Böden, kommt aber besonders gut mit sandig-lehmigen Böden zurecht, die an heißen Tagen langsamer austrocknen.
Er bevorzugt vollsonnige Standorte bei mäßig hoher Bodenfeuchte; leicher Halbschatten wird ebenfalls vertragen. Achten Sie besonders in Trockenperioden auf eine ausreichende Bodenfeuchte.
Voll winterhart; überwintert im Freiland.
03 / 5
Verwendung
Fingerhüte eignen sich hervorragend für rustikale Gärten — vor dem Haus gepflanzt, in Gesellschaft von Stockrosen, Rittersporn und Kosmeen, erzeugen sie ein klassisches, farbenfrohes Bauerngartenbild.
In moderneren Arrangements lassen sich Fingerhüte mit Riesenlauch, patagonischen Verbenen und der Odętka 'Summer Snow' kombinieren. Die Komposition kann durch veredelte, hochstämmige Trzmielina Fortune'a 'Silver Queen' und straff geschnittenen Buchsbaum in niedrigen Einfassungen beruhigt werden.
Längerfristige Pflanzpartner, die kein jährliches Nachsäen erfordern, entstehen durch die Kombination mit Diptam (dyptan jesionolistny) sowie sommerblühenden Rosen und spitzblättrigem Frauenmantel.
Die Pflanzen harmonieren schön über der langblühenden Schafgarbe 'Cerise Queen' und niedrigeren Ziergräsern — z. B. der japanischen Lampenputzergras 'Herbstzauber' oder der kälteresistenteren Segge 'Frosted Curls'.
Die Blüten wirken auch reizvoll in Kombination mit Bartiris und Taglilien, gepflanzt zwischen niedrigen Wacholdern, büschelig wachsenden Scheinzypressen der Gruppe 'Filifera' sowie säulenförmigen Lebensbäumen.
04 / 5
Vorsicht!
Die gesamte Pflanze ist zwar dekorativ, aber giftig — wenn Kinder oder Haustiere den Garten nutzen, ist besondere Vorsicht geboten.
05 / 5
Wissenswertes
Fingerhüte gibt es in verschiedenen Farben. Beliebte Sorten sind das schneeweiße 'Alba' sowie 'Elsie Kelsey' mit weißen Blüten und dunkelviolett gesprenkeltem Innenbereich. Zierformen sind häufiger im Online-Handel erhältlich.
Phänologie
Jahresrhythmus von Blüte, Früchten und Pflegearbeiten
Phänologie der Pflanze
- Różowe
- Różowe
Die Daten stammen aus dem Plant Phenology V1-Modell. Zeiträume sind validierte Wochenbereiche aus Ogrodeus-Daten und können je nach Wetter und Standort abweichen.
Blüte
Ähnliche Zeiträume und Farben entdecken
Größe
Größe und Wuchs
- Endhöhe
- 1,8 m
- Endbreite
- 60 cm
- Pflanzabstand
- 30 cm
- Stück pro m²
- 12 szt./m2
Merkmale
Pflanzenmerkmale
- Winterhärtezone
- Winterhärtezone 4
- Natürliche Wuchsform
- Aufrecht
- Wuchsstärke
- Mittlere Wuchsstärke
Merkmale
Eigenschaften und Verwendung
Standort
- Bevorzugter Lichtbedarf
- Volle Sonne
- Tolerierter Lichtbedarf
- Halbschatten
- Bevorzugte Bodenfeuchte
- Frischer Standort
- Tolerierte Bodenfeuchte
- Feuchter Standort
- Bevorzugter Boden
- Sandig-lehmiger Boden Nährstoffreicher Boden
- Tolerierter Boden
- Humoser Boden Durchlässiger Boden Sandig-toniger Boden Normaler Gartenboden
- Bevorzugter Boden-pH
- Neutraler Boden
- Tolerierter Boden-pH
- Leicht saurer Boden Leicht alkalischer Boden
Eigenschaften
- Zierblüten
- Lange Blütezeit
- Für die Vase geeignet
Warnhinweise
- Giftpflanze
- Benötigt Stützen
Verwendung
- Für Kübel geeignet
- Für große Gärten
- Für kleine Gärten
- Für Balkone und Terrassen
- Für Einfahrten
- Für Blumenbeete
- Für gemischte Beete
care
- Schnittverträglich
Pflanzengruppen
Pflanzengruppen ansehen
Verwandtes Wissen
-
September im Garten
Im September genießen wir noch die Sonnenstrahlen, die nicht mehr so ermüdend sind. Das Grün in den Beeten erhält Patina bzw. Gold-, Orange- und Rottöne. Wir bewundern die im Wind wiegenden Blütenstände der Ziergräser. Im Gartenkalender beginnt nun die beste Zeit, um neue Pflanzen zu setzen.
-
Welche Clematis können wir im Garten pflanzen?
Clematis (powojniki) sind schöne Kletterpflanzen, geschätzt für ihre romantischen Blüten. Die Auswahl ist riesig – man kann Clematis so kombinieren, dass sie von April bis Oktober blühen.
-
Juni im Garten
Der erste Sommermonat bringt viel Freude im Garten. Ein Fest der Farben und Blüten dauert an. In diesem Monat setzen wir die Frühling‑ und Sommerarbeiten fort und dürfen nicht nachlässig sein. Vor allem gießen, jäten und den Kampf gegen Schädlinge und Krankheiten fortsetzen. Wir pflanzen, säen, pikieren, umtopfen und achten darauf, dass die bisherigen Maßnahmen die gewünschten Ergebnisse bringen.