Spinnmilbe
Spinnmilben befallen Pflanzen bei fehlender Luft- und Bodenfeuchte – besonders während heißer, trockener Perioden. Typisches Zeichen ist feines Gespinst mit sichtbaren kleinen Pünktchen.
Wenn im Garten bereits Spinnmilben aufgetreten sind, lohnt es sich, prophylaktische Maßnahmen schon im frühen Frühjahr oder Herbst mit Präparaten auf Basis von Paraffinöl durchzuführen. Diese sind wirkungsvoll und ökologisch gegen überwinternde Stadien.
Nach Auftreten der ersten Symptome sind am wirksamsten spinnmilbenabtötende Mittel – wenden Sie diese gemäß den Herstellerangaben an.
Bevor sichtbares Gespinst entsteht, kann man versuchen, die Schädlinge mit einem präparat auf Basis von grauer Seife zu bekämpfen oder nützliche Insekten in den Garten einzubringen, besonders Florfliegen und Marienkäfer (im April und Mai).
Symptome
Spinnmilben sind eine umfangreiche Gruppe von Spinnentieren, die viele Pflanzenarten befallen; sie treten sehr häufig auf.
Am einfachsten erkennt man sie am feinen Gespinst, auf dem kleine Pünktchen sichtbar sind – das sind die Milben selbst. Sie überwintern in abgefallenen Blättern, Nadeln und Rindenspalten.
Spinnmilben stechen Säfte aus den Pflanzengeweben, was zu Schwächung und unschönem Aussehen führt; bei starkem Befall können sie Teile der Pflanzen zum Absterben bringen. Deshalb ist Vorbeugung oder Bekämpfung wichtig.
- Flecken
- Spinnweben
- Verfärbungen
Ursachen
- Hohe Temperatur
- Trockene Luft
Vorbeugung
Vor allem kein Austrocknen der Pflanzen zulassen. Während Trockenperioden regelmäßig gießen und Pflanzen an einen geeigneten Standort setzen – auf trockenen, sehr sonnigen Flächen möglichst trockentolerante Sorten wählen.
Spinnmilben haben viele natürliche Feinde, die bei der Kontrolle helfen: Marienkäfer, Florfliegen, Schlupfwespen, Spinnen, räuberische Milben sowie verschiedene raubende Insekten.
Man kann Nützlingsprodukte erwerben: z. B. Schutz durch Nützlingsbänder für längerfristigen Einsatz oder Beutel mit importierten Nützlingen als saisonale Hilfe (einige Arten überwintern hier nicht). Ist um die Pflanze bereits dichtes Gespinst sichtbar, kann die Freilassung von Nützlingen zu spät sein.
Zu einfachen Hausmitteln gehört ein Spray mit grauer Seife. Rezept: In 1 Liter weichem Wasser 20 ml Seife auflösen; optional 20 ml Spiritus hinzufügen. Die Lösung in die Sprühflasche füllen und die Pflanzen an einem kühlen, bewölkten Tag gründlich besprühen. Mehrfach wiederholen – am besten bevor sichtbares Gespinst auftritt.
Sehr wirksam sind Anwendungen mit Präparaten auf Basis von Paraffinöl, ausgeführt in der Zeit von November bis März, sofern die Witterung es zulässt. Solche Anwendungen wirken vor allem gegen überwinternde Stadien der Spinnmilben – eine Anwendung danach ist meist wirkungslos. Spritzen Sie die ganze Pflanze gründlich; führen Sie den Eingriff bei Temperaturen über 10 °C durch.
Behandlung
Bei den ersten Symptomen greift man zu einem der spinnmilbenabtötenden Mittel und wendet es genau nach der Gebrauchsanweisung des Herstellers an.
Die Behandlungen erfolgen rechtzeitig – vor allem im Mai und Juni – noch bevor widerstandsfähigere, spät im Sommer (August) auftretende Weibchen dominieren.
Ökologische Mittel
- Promanal 012 AL
- Promanal 60 EC
- Raubmilbe Typhlodromus pyri
- Schmierseife
- Siltac EC
Chemische Mittel
- Catane 800 EC
- Karate Zeon 050 CS 5 ml
- Mittel gegen Spinnmilben
- Nissorun Strong 250 SC
- Ortus 05 SC
- Vertimec 018 EC