Pflanzenpflege
Pflanzen
Gewöhnlicher Liguster · Ligustrum vulgare
Pflanze, aus der oft laubabwerfende Hecken angelegt werden. Sie hat duftende Blüten und dekorative, dunkelblaue Früchte.
Pflanzen
Im Container gekaufte Sträucher
Der Gewöhnliche Liguster ist eine sehr verbreitete laubabwerfende Pflanze, die in Polen häufig zur Anlage von Hecken verwendet wird.
AUSSEHEN
Der Liguster ist von Natur aus ein ziemlich dichter Strauch, der sich Mitte April mit kleinen (2–3 cm), eiförmigen, hellgrünen, leicht glänzenden, elliptischen Blättern bedeckt.
Nicht geschnittene Pflanzen erreichen eine Höhe von 2,5–3,5 Metern. Unter besonders günstigen Bedingungen können sie sogar bis zu 5 m hoch werden.
Der Strauch blüht reichlich und bildet im Juli dichte, weiße, kegelförmige Blütenstände mit einem intensiv süßen Duft. An warmen Sommertagen erfüllt ihr Aroma die Umgebung.
Wenn die Blüte vorbei ist, ersetzen Ende des Sommers die Blüten dunkelblaue, kleine, kugelige Früchte.
Diese Früchte bleiben bis in den Frühling erhalten, sofern sie vorher nicht von Vögeln verzehrt werden, die diese Sträucher gerne aufsuchen.
STANDORT UND PFLEGE
Die Pflanze ist so anspruchslos, dass sie erfolgreich in der städtischen Begrünung eingesetzt wird und dort auch mit Wassermangel und städtischer Luftverschmutzung gut zurechtkommt.
Zweifellos ist es eine Pflanze für schwierige Standorte, denn sie wächst sowohl in der Sonne als auch im Schatten, wobei bei schattigen Standorten mit einer weniger üppigen Blüte und einer geringeren Dichte als bei sonniger Lage zu rechnen ist.
Wenn man eine Hecke gepflanzt hat, die über mehrere Jahre vernachlässigt wurde und dadurch ihren schönen, dichten Wuchs verloren hat oder fast durchsichtig geworden ist, empfiehlt es sich, sie zu verjüngen.
Dies erreicht man durch einen drastischen Rückschnitt knapp oberhalb der niedrigsten Verzweigung mit einem jungen Seitentrieb.
In den folgenden zwei bis drei Jahren erhöht man schrittweise die Schnitthöhe auf den zweiten, dritten und vierten jungen Trieb von unten. (Lesen Sie mehr über die Verjüngung von Hecken)
VERWENDUNG
Diese Pflanze empfehlen wir vor allem als Material für Hecken, die als Hintergrund für andere Pflanzen oder für kunstvolle Gartenskulpturen dienen, die im Mittelpunkt stehen.
Mit einer Ligusterhecke erhält man nicht nur eine grüne Wand, die vor ungewünschten Blicken der Nachbarn schützt, sondern auch eine duftende Ecke.
Geschnittene Zweige mit rispenartigen, dunkelblau-schwarzen Früchten werden oft in Blumenarrangements verwendet, besonders zusammen mit Chrysanthemen, die zu dieser Jahreszeit besonders schön sind.
Wenn Sie sich für das Pflanzen einer Ligusterhecke entscheiden, sollten Sie unmittelbar nach dem Setzen alle Triebe um die Hälfte kürzen, damit der Strauch bereits am Ansatz schön dicht wird. (Lesen Sie mehr über das Pflanzen von Hecken)
In der Literatur liest man häufig, dass Ligusterhecken im Winter unattraktiv seien. Diese Ansicht betrifft alle laubabwerfenden Hecken.
Der Umstand, dass die Hecke im Winter „nackt“ wird, hat auch Vorteile: In den kurzen Wintertagen gelangt so mehr Sonne in den Garten.
Im Winter verbringen wir nicht so viel Zeit im Garten; das Bedürfnis, sich von der Außenwelt abzuschirmen, ist dann meist nicht so groß, dass das Fehlen der Blätter wirklich störend wäre.
Denken wir daran, dass laubabwerfende Hecken zur Tradition gehören – schließlich erinnert sich kaum jemand an Reihen von Lebensbäumen oder Wacholdern im Garten der Großmutter.
Die Pflanze nimmt gut an und benötigt keine besonderen Pflegemaßnahmen. Im Container gekauft kann sie gepflanzt werden, solange der Boden nicht gefroren ist (praktisch also von März bis November).
Wenn Sie sich jedoch das regelmäßige Gießen ersparen möchten (so wichtig bei neu gepflanzten Pflanzen), wählen Sie die frühe Frühjahrssaison oder (noch besser) den Herbst, wenn der Boden am feuchtesten ist und die Verdunstung weniger stark ist.
Termine
Pflanztermine
Schritte
So pflanzt du die Pflanze
Standort prüfen
- Boden
- Nährstoffreicher Boden
- Feuchte
- Frischer Standort
- pH
- Neutraler Boden, Leicht saurer Boden
- Standort
- Volle Sonne, Halbschatten
Standortvorbereitung
-
01
Unkraut entfernen
Entfernen Sie gründlich Unkraut, damit es nicht mit der neu gepflanzten Pflanze um Wasser, Licht und Nährstoffe konkurriert. Verwenden Sie zusätzlich auf dem Beet Unkrautvlies oder Mulch, reduzieren Sie so den künftigen Pflegeaufwand deutlich. Im Bereich des Standorts entfernen wir Unkraut von Hand oder chemisch mit einem Herbizid. Wichtig: Bei Verwendung eines Herbizids sollten Sie die Angaben zur Wartezeit (Karenzzeit) lesen, damit die neue Pflanze keinen Schaden nimmt. -
02
Pflanzloch ausheben
- Größe: Durchmesser 30 cm
- Größe: Tiefe 40 cm
Das Pflanzloch muss so groß sein, dass die Pflanze problemlos eingesetzt und der Wurzelballen rundherum mit Erde aufgefüllt werden kann. Praktischer ist die Arbeit mit einem Spaten als mit einer normalen Schaufel. -
03
Boden am Grund und an den Seiten auflockern
- Größe: Höhe 5–10 cm
Diese Maßnahme erleichtert der Pflanze das Hinwachsen der Wurzeln in den Boden und fördert eine tiefere Verwurzelung. Am einfachsten ist es, mit starken senkrechten Stichen des Spatens die Erde bis zur halben Spatenlänge einzuritzen. Sie können auch eine Grabegabel, eine Gartenkralle oder eine Harke verwenden.
Vorbereitung der Pflanze
-
01
Wurzelballen einweichen
- Größe: Dauer 10–20 min
Stellen Sie den gesamten Topf in einen Eimer mit Wasser, bis der Wurzelballen gut durchfeuchtet ist. -
02
Wurzelballen einschneiden
Wenn nach dem Herausnehmen aus dem Topf die Wurzeln stark verwurzelt oder ringförmig gewachsen sind, schneiden Sie den Wurzelballen an mehreren Stellen mit einer Gartenschere oder einem scharfen Messer ein. Dieser Eingriff lockert die Wurzeln und erleichtert das Anwachsen der Pflanze. -
03
Triebe um 1/3 kürzen
Das Kürzen der Triebe verdichtet die Krone und fördert eine kompaktere Wuchsform. -
04
Trockene Blätter und beschädigte Triebe entfernen
Dieser Schnitt dient der ansprechenderen Optik der Pflanze und dem Entfernen möglicher Krankheitsherde.
Pflanzung
-
01
Wurzelballen in das Pflanzloch setzen
- Bestandteil: Frische Erde - Volumen 15 l
Bringen Sie zunächst eine erste Schicht frischer Erde auf den Boden des Lochs und setzen Sie dann den Wurzelballen hinein. Wesentlich ist die Tiefe, in der der Ballen liegt: Die Wurzelkrone — der Abschnitt zwischen Wurzeln und Stamm — sollte sich auf Erdoberfläche-Niveau befinden, also weder zu tief noch zu flach sitzen. Bei einer Pflanze aus dem Container pflanzen Sie sie daher in der gleichen Tiefe, in der sie im Topf gewachsen ist (gegebenenfalls 3–5 cm tiefer als die Bodenoberfläche). Hilfreich ist ein Stab, den Sie an den Rändern des Lochs legen; er zeigt die richtige Tiefe für den Wurzelballen an. -
02
Pflanzloch mit Erde auffüllen
Auf den Boden des Lochs haben wir bereits eine erste Erdschicht gegeben. Füllen Sie nun bis zur Hälfte des Lochs mit Erde auf. Neue Wurzeln wachsen nach unten und sollen dort nährstoffreiches Substrat vorfinden. Den verbleibenden Rest des Lochs können Sie — ressourcenschonend — mit der beim Ausheben entnommenen Gartenerde auffüllen. Treten Sie die Erde leicht fest und ergänzen Sie bei Bedarf nach. Es ist ratsam, rund um die Pflanze eine Vertiefung bzw. breite Mulde zu formen, die das Gießwasser auffängt und dessen Abfluss zu den Wurzeln erleichtert. -
03
Einen Erdring um das Pflanzloch formen
Damit beim Gießen das Wasser zu den Wurzeln gelangt und nicht seitlich abläuft, formen Sie an den Rändern des aufgefüllten Lochs einen Erdring, der das Wasser im Bereich des Wurzelballens zurückhält. -
04
Ausgiebig gießen
Die Pflanze sollte nach dem Einsetzen kräftig gewässert werden (besonders, wenn Sie mitten in der Saison pflanzen!). Nach dem Gießen kann sich die Erde noch setzen und Wurzeln freilegen — füllen Sie dann die fehlende Erde nach. Denken Sie an das Gießen in den ersten Kulturjahren (die ersten 2 Jahre). Es gilt: Besser einmal kräftig gießen als häufig und sparsam. Häufiges, schwaches Gießen führt dazu, dass Pflanzen flacher wurzeln, weil sie die Feuchtigkeit in den oberen Bodenschichten finden. Pflanzen, die selten, dafür aber gründlich gegossen werden, wurzeln dagegen tiefer. Der Effekt: In späteren Jahren müssen die Pflanzen außerhalb Trockenperioden weniger gegossen werden und überstehen Trockenphasen länger ohne Wasser. -
05
Mulchschicht auftragen
- Bestandteil: Rinde - Schichthöhe 5 cm
- Bestandteil: Kies - Schichthöhe 3 cm
Mulch reduziert das Unkrautwachstum und verhindert den Feuchtigkeitsverlust aus dem Substrat.