Gemeine Eibe 'Fastigiata'
Taxus baccata Fastigiata
Schmal-kolumnige Sorte der Eibe, die als Garten‑„Ausrufezeichen“ in jedem Garten Platz findet.
Die Eibe 'Fastigiata' kann sich mit ihrer schlanken und kompakten Silhouette sowie ihrer dunkelgrünen Färbung selbst in einem Beet, das ausschließlich aus Nadelgehölzen besteht, hervorheben.
Blätter
Wuchsform
Herbst
01 / 5
Aussehen
Die zahlreichen, steifen Triebe der Eibe 'Fastigata' wachsen überwiegend senkrecht, die Pflanze breitet sich daher kaum seitlich aus. Diese aufrechte Wuchsform bleibt ohne größeren Formschnitt erhalten.
Gestört werden kann die aufrechte Form nur durch schweren, nassen Schnee, der die Zweige durchbiegt. Abhilfe schafft ein lockeres Einwickeln der Pflanze im Herbst mit grün beschichtetem Drahtgitter, wie es zum Beispiel gegen Maulwürfe verwendet wird. Innerhalb von 1–2 Jahren wird die Eibe das Gitter überwachsen, das so vor dem Ausbrechen von Zweigen schützt.
Mit zunehmendem Alter weitet sich die anfangs schmale Gestalt allmählich zu einer breiter-kolumnaren Form; die Pflanze nimmt besonders im oberen Bereich langsam, aber stetig an Umfang zu.
Es handelt sich um einen langsam wachsenden Baum – der Jahreszuwachs beträgt etwa 10 cm; nach 10 Jahren erreicht die Pflanze nur rund 1,5 m Höhe und etwa 40 cm Durchmesser.
Die weichen Nadeln der Gemeinen Eibe 'Fastigiata' sind dunkelgrün bis nahezu schwarzgrün gefärbt.
Ab Anfang September zeichnen sich vor dem dunklen Nadelgrund die roten Arillen der Früchte deutlich ab.
02 / 5
Standort und Pflege
Eiben passen sich gut an die Bedingungen der meisten Gärten an und vertragen problemlos verschmutzte Stadtluft.
Am besten gedeihen sie auf kalkreichen (leicht alkalischen), nährstoffreichen, humosen, durchlässigen und gleichmäßig feuchten Böden. Wie die meisten Pflanzen mögen sie keine Extreme: stehendes Wasser vertragen sie schlechter als zeitweilige Trockenheit.
Sie schätzen eine hohe Luftfeuchtigkeit – deshalb ist eine Pflanzung in Gewässernähe vorteilhaft.
Bevorzugt werden halbschattige Standorte, sie tragen aber auch vollständige Beschattung. Mit etwas Unterstützung – vor allem reichlicherer Bewässerung – können sie auch an sonnigen Standorten wachsen.
Pflanzen, die in voller Sonne und auf sehr armen Böden stehen, benötigen häufiges Besprühen am Morgen oder Abend und sollten in den ersten Jahren im Winter geschützt werden. An ungünstigen Standorten sind sie anfälliger für Krankheiten und Schädlinge.
In den ersten Jahren (5–7) ist die Pflege entscheidend, denn junge Pflanzen kommen schlechter mit Kälte, Trockenperioden oder Krankheiten zurecht. Neuen Pflanzen sollten Sie zu Beginn nährstoffreiche Komposterde (siehe Pflanzung) und regelmäßige Bewässerung bei länger anhaltender Trockenheit geben. In späteren Jahren sind sie wenig anspruchsvoll und zeigen sich dankbar.
Eiben kann man – als einzige unter den Nadelgehölzen – intensiv schneiden und sogar verjüngen, wenn sie z. B. durch Frost oder Haustiere geschädigt wurden.
Gemeine Eiben sind relativ frosthart, sollten aber an windgeschützten Standorten gepflanzt werden. In den kältesten Regionen kann der Anbau schwierig sein. Eine Alternative für sehr kalte Standorte ist der Hybrid 'Viridis', der 'Fastigiata' ähnelt und besser überwintert.
An Eiben – und allgemein an immergrünen Pflanzen – muss man besonders im Winter denken, da sie durch physiologische Trockenheit gefährdet sind. Damit das Pflänzchen diese Zeit besser übersteht, decken Sie es an sonnigen, frostigen Tagen mit Vlies ab; in längeren frostfreien, schneefreien Perioden sollten Sie zusätzlich gießen.
03 / 5
Verwendung
Die Eibe 'Fastigata' ist vielseitig verwendbar – sie kann als Solitär, für dichte Hecken oder als auffälliges Garten‑„Ausrufezeichen“ gepflanzt werden.
Die dunkelgrüne Nadelfarbe bildet einen attraktiven Kontrast zu bunten Sträuchern im Beet und kann als ganzjähriger Hintergrund für andere Pflanzen dienen. In der Gestaltung lässt sich die straffe, aufrechte Silhouette der Eibe durch weiche Ziergräser wie etwa den Chinaschilf (Miskant) 'Adago' auflockern. Zur Farbgestaltung passen außerdem ein silbrig-grüner Brewer‑Fichten‑Akzent oder die stachlige Fichte 'Glauca Globosa' sowie der im Herbst schön verfärbende Berberis thunbergii 'Green Carpet'.
Ein reizvolles Ergänzungsbild zu überwiegend immergrünen Beeten bilden Tulpen, die in den Zwischenräumen zwischen den Sträuchern gepflanzt werden können.
Zu den Tulpen lassen sich Bergenien, Tränendes Herz, die gepunktete Mäusedorn (Tojeść), Zierlauch und Herbstzeitlose ergänzen. Diese bunten Pflanzen wirken lebendig, überladen das Beet nicht und benötigen keine intensive Pflege.
04 / 5
Vorsicht!
Die im Herbst sichtbaren dekorativen Früchte sind teilweise essbar und teilweise giftig: die rote äußere Hülle (Arille) ist essbar und zieht Vögel an, der Kern hingegen ist giftig. Überlegen Sie also gut, ob die Sorte passend ist, besonders wenn Kinder Zugang zum Garten haben und vom appetitlichen Aussehen der Früchte zum Probieren verlockt werden könnten.
05 / 5
Gut zu wissen
Der Anbau von Eiben – wie von anderen immergrünen Pflanzen – ist erschwert, wenn Haustiere den Garten nutzen: Urin verursacht Brandflecken, die die Pflanzen kaum regenerieren können und bei denen ein starker Rückschnitt nötig wird.
Pflanzen Sie daher immergrüne Gehölze nicht an Stellen, die für Tiere leicht zugänglich sind – also nicht am Beetrand oder entlang von Wegen, besonders nicht an Ecken. Wählen Sie lieber die Mitte oder den Hintergrund eines Blumenbeets und unterpflanzen Sie gegebenenfalls mit anderen Sträuchern, zum Beispiel stachligen Berberitzen.
Phänologie
Jahresrhythmus von Blüte, Früchten und Pflegearbeiten
Phänologie der Pflanze
- Czerwone
Die Daten stammen aus dem Plant Phenology V1-Modell. Zeiträume sind validierte Wochenbereiche aus Ogrodeus-Daten und können je nach Wetter und Standort abweichen.
Größe
Größe und Wuchs
- Endhöhe
- 5 m
- Endbreite
- 80 cm
- Höhe nach 10 Jahren
- 1,5 m
- Breite nach 10 Jahren
- 40 cm
- Pflanzabstand
- 40 cm
Merkmale
Pflanzenmerkmale
- Winterhärtezone
- Winterhärtezone 7
- Natürliche Wuchsform
- Säulenförmig
- Blätter / Nadeln
- Immergrüne Blätter / Nadeln
- Wuchsstärke
- Langsamer Wuchs
Formgebung
Formgebung und Erziehung
- Erziehung
- Geometrische Form Formhecke
Merkmale
Eigenschaften und Verwendung
Standort
- Bevorzugter Lichtbedarf
- Halbschatten Schatten
- Tolerierter Lichtbedarf
- Volle Sonne
- Bevorzugte Bodenfeuchte
- Feuchter Standort
- Tolerierte Bodenfeuchte
- Frischer Standort
- Bevorzugter Boden
- Humoser Boden Durchlässiger Boden
- Tolerierter Boden
- Sandig-lehmiger Boden Nährstoffreicher Boden
- Bevorzugter Boden-pH
- Neutraler Boden Leicht alkalischer Boden
Eigenschaften
- Zierfrüchte
- Attraktiver Habitus
- Kompakter Habitus
- Im Winter attraktiv
- Die ganze Saison attraktiv
- Vogelfreundlich
- Langlebig
Warnhinweise
- Giftpflanze
Verwendung
- Solitärpflanze
- Für kleine Gärten
- Für gemischte Beete
- Für Teichränder
care
- Schnittverträglich
morphology
- Immergrüne Blätter
Pflanzengruppen
Pflanzengruppen ansehen
Galerie
Galerie
Verwandtes Wissen
- September im Garten Im September genießen wir noch die Sonnenstrahlen, die nicht mehr so ermüdend sind. Das Grün in den Beeten erhält Patina bzw. Gold-, Orange- und Rottöne. Wir bewundern die im Wind wiegenden Blütenstände der Ziergräser. Im Gartenkalender beginnt nun die beste Zeit, um neue Pflanzen zu setzen.
- Welche Clematis können wir im Garten pflanzen? Clematis (powojniki) sind schöne Kletterpflanzen, geschätzt für ihre romantischen Blüten. Die Auswahl ist riesig – man kann Clematis so kombinieren, dass sie von April bis Oktober blühen.
- Juni im Garten Der erste Sommermonat bringt viel Freude im Garten. Ein Fest der Farben und Blüten dauert an. In diesem Monat setzen wir die Frühling‑ und Sommerarbeiten fort und dürfen nicht nachlässig sein. Vor allem gießen, jäten und den Kampf gegen Schädlinge und Krankheiten fortsetzen. Wir pflanzen, säen, pikieren, umtopfen und achten darauf, dass die bisherigen Maßnahmen die gewünschten Ergebnisse bringen.