Pflanzengruppe
Romantischer englischer Stil
Asymmetrie, freier Aufbau aus blühenden Pflanzen und die Anmutung einer natürlichen Landschaft sind Kennzeichen des englischen Stils.
Die Eleganz des formalen Stils und die Üppigkeit blühender Landgärten
Es ist eine Verbindung des ländlichen Stils mit dem formalen Stil. Der formale Stil betont Form, Struktur und klare Komposition, der ländliche Stil hingegen Freiheiten, Lebendigkeit, Duft und vor allem Farbe. Im englischen Garten treffen diese beiden Tendenzen zusammen: Ein sorgfältig durchdachtes Konzept soll verborgen bleiben, während der farbenfrohe Garten natürlich wirken soll.
Formale Elemente umfassen Skulpturen sowie geschnittene Hecken und Einfassungen, in denen üppig blühende Beete angeordnet sind. Wichtiger Bestandteil ist ein gepflegter, sattgrüner Rasen – der Hintergrund für sorgfältig gestaltete, meist staudenreiche Beete.
Staudenbeete, Rosen, Kletterpflanzen
Staudenbeete haben meist eine gestaffelte Gliederung und bleiben über die Saison attraktiv. Die Farbpalette ist zurückhaltender als im reinen Landgarten; vorherrschend sind kühle Pastelltöne: Rosa, Violett, Blau und Weiß. Es gibt keine strengen Einschränkungen bei der Artenwahl, dennoch lohnt es sich, langlebig blühende Pflanzen zu wählen.
- Beispiele für lange blühende Stauden: Salbei, Liatris, Lavendel, Phlox, Storchschnabel und Fetthennen.
- Pflanzen mit attraktiven Blättern: Yucca, Ziergräser, Funkien, Iris, Rodgersien, Brunnera, Heuchera und Woll-Ziest.
- Zwiebelpflanzen: Zierlauch (Allium), Tulpen, Lilien.
Blühende Sträucher: Rosen und Hortensien
Rosen sind eine der Visitenkarten englischer Gärten; sie passen gut zu Pfingstrosen, Glockenblumen, Frauenmantel, Lavendel oder Katzenminze. Im Halbschatten übernimmt häufig die Hortensie die Rolle der „Königin“ — in unserem Klima eignen sich besonders Rispenhortensien. Begleitet werden sie von Ziergräsern, Sonnenhut (Echinacea), Phlox und Fetthennen.
Ein geheimnisvoller, romantischer Garten
Geschwungene Wege, freier Pflanzaufbau, eine Schaukel am Ast eines alten Baumes oder eine Bank zwischen blühenden Sträuchern, malerische Mauern mit Bepflanzung und pastellfarbene Beete schaffen eine romantische Stimmung. Die im Garten verwendeten Materialien sollten natürlich sein: Holz, Stein, Ziegel. Auch Möbel aus Schmiedeeisen wirken ansprechend.
Auf größeren Flächen lassen sich separate „Gartenräume“ anlegen, zugänglich durch Pforten, Tore oder Öffnungen in der Hecke – diese Anordnung lädt zum Entdecken neuer Ecken ein. Die Aura des Geheimnisvollen verstärken sich windende und blühende Kletterpflanzen, besonders Waldreben (Clematis), Blauregen (Glyzinie) und Efeu.
Arbeitsintensive Variante: für Gartenliebhaber
Ein englischer Garten erfordert viel Arbeit und Aufwand – vom Entwurf bis zur täglichen Pflege. Beete brauchen Unkrautentfernung, das Entfernen verblühter Blütenstände, Düngung, Anbinden und Abstützen, Ausgraben und Teilung. Der Rasen verlangt regelmäßiges Mähen, Düngen und Bewässern. Stauden sind teilweise kurzlebig und müssen praktischerweise ersetzt oder ergänzt werden; den Pflegeaufwand kann man reduzieren, indem man weniger arbeitsintensive Arten wie Funkien, Pfingstrosen oder Taglilien wählt oder sie durch blühende Sträucher ersetzt.
Der traumhafte, märchenhafte Garten
Für viele Menschen ist der englische Garten ein Ideal: Er fördert Intimität, lässt den Alltag vergessen, lädt zum Entspannen und Bewundern der Blumen ein. Gleichzeitig verleiht ein durchdachtes Konzept und die Pflanzenpracht dem Anwesen eine repräsentative Wirkung, die Stolz beim Eigentümer und Bewunderung bei Besuchern weckt.
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202 Pflanzen
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