Verticilliose (Werticilioza)
Verticilliose ist eine gefährliche Pilzkrankheit, die das Wurzelsystem befällt und zum Absterben von Pflanzen führen kann.
Verticilliose ist eine Pilzkrankheit, die das Wurzelsystem befällt und zum Absterben der gesamten Pflanze führen kann. Nach Feststellung eines Befalls ist schnelles Handeln erforderlich: befallene Triebe werden herausgeschnitten, und die Pflanze wird mit Fungiziden besprüht. Biologische Mittel reichen bei starkem Befall meist nicht aus, um die Krankheit zu heilen.
Wenn die Maßnahmen keinen Erfolg bringen, müssen die Pflanzen entfernt werden, damit sie keine Infektionsquelle für die Umgebung darstellen. Den Boden rund um die kranke Pflanze sollte man am besten austauschen oder desinfizieren – in der Praxis werden hierzu Präparate wie Agrosteril 110 SL, Trisep 210 SL oder Biosept eingesetzt.
Entscheidend ist die Vorbeugung: Pflanzen in durchlässiges Substrat setzen und Standorte mit Staunässe vermeiden.
Symptome
Plötzliches Welken ganzer Triebe — oft treten die ersten Symptome verstärkt im Sommer auf. An den Blättern zeigen sich gelbe Verfärbungen (Chlorose). Typisch ist, dass die Pflanze trotz feuchter Erde welken kann: zusätzliches Gießen begünstigt in einem solchen Fall die Ausbreitung der Krankheit.
Um die Diagnose zu bestätigen und andere Ursachen (Frostschaden, physiologische Trockenheit o.ä.) auszuschließen, schneiden Sie einen befallenen Trieb auf. Im Querschnitt ist dann eine Bräunung des Holzes oder der leitenden Gewebe sichtbar.
Verticilliose ist für Pflanzen tödlich: Sie befällt das Wurzelsystem, breitet sich schnell aus und führt zum Absterben der gesamten Pflanze.
- Absterben der Triebspitzen
- Vergilben der Blätter
- Welken der ganzen Pflanze
- Welken einzelner Triebe
Ursachen
- Hohe Temperatur
- Nasser Boden
- Sauerstoffmangel an den Wurzeln
- Verdichteter, schwerer Boden
- Zu dichter Pflanzenbestand
Vorbeugung
Ist die Pflanze stark befallen, graben Sie sie aus und verbrennen Sie sie; keine Teile kompostieren. Den Standort der kranken Pflanze vor einer erneuten Pflanzung desinfizieren, da der Pilz im Boden viele Jahre überdauern kann.
Zur Bodendesinfektion und für vorbeugende Spritzungen oder Gießanwendungen eignen sich empfohlene Präparate, z. B. Biosept Active (biologisches Pflanzenschutzmittel mit Grapefruitextrakt).
Gute Praxis ist auch die Beimpfung des Wurzelsystems mit Mykorrhiza beim Pflanzen (oder später) — Mykorrhiza stärkt die Widerstandskraft der Wurzeln.
Behandlung
Schneiden Sie befallene Triebe heraus und verbrennen Sie sie. Besprühen Sie die gesamte Pflanze gründlich mit einem Fungizid und wiederholen Sie die Behandlung nach 10–14 Tagen.
Vorbeugend sollten Sie benachbarte Pflanzen einsprühen und besonders anfällige Arten schützend gießen — z. B. Glyzinie, Katalpa, Ahorn, Rose, Kirschlorbeer, Perückenstrauch, Tamariske, Ulme und Liguster.
Ökologische Mittel
- Biosept Active
- Mykorrhiza 150 g
Chemische Mittel
- Switch 62,5 WG 20 g