Fytoftoroza (Phytophthora-Wurzelfäule)
Fytoftoroza ist eine Pilzkrankheit, verursacht durch bodenbewohnende Pilze der Gattung Phytophthora, die das Wurzelsystem befallen. Die Krankheit wird auch als Fäule der Wurzelbasis und des Wurzelhalses bezeichnet.
Fytoftoroza ist eine Erkrankung, die durch Pilze der Gattung Phytophthora verursacht wird und Wurzeln sowie die Basis der Triebe angreift. Die Bekämpfung ist schwierig, da die Erreger gegenüber vielen Fungiziden teils resistent sind. Stark befallene Pflanzen sind meist nicht mehr zu retten – sie müssen entfernt und oft auch der Boden ausgetauscht sowie der Standort desinfiziert werden.
In frühen Stadien kann ein chemischer Eingriff mit für die jeweilige Kultur zugelassenen, wirkstarken Fungiziden versucht werden, doch sind die Erfolge häufig begrenzt. Am wirkungsvollsten ist die Vorbeugung: Anpflanzung auf gut durchlässigem Substrat und Vermeidung von Staunässe im Wurzelbereich reduzieren das Erkrankungsrisiko.
Symptome
Die befallenen Wurzeln können Wasser und Nährstoffe nicht mehr aufnehmen, weshalb die Pflanze schnell welk erscheint und den Eindruck des Absterbens erweckt.
Um die Diagnose zu bestätigen und andere Ursachen (Frostschäden, physiologische Trockenheit usw.) auszuschließen, sollte die Rinde im Bereich des Wurzelhalses entfernt und auf Symptome der Fäule geprüft werden – Bräunung, weiches Gewebe, unangenehmer Geruch.
Fytoftoroza ist hochgefährlich: Die Krankheit breitet sich schnell aus und kann zum Absterben der gesamten Pflanze führen.
- Absterben der Pflanze
- Braunfärbung der Nadeln
- Flecken
- Verfärbungen
- Welken der ganzen Pflanze
- Wurzelfäule
Ursachen
- Frostschäden
- Hohe Temperatur
- Nasser Boden
- Verdichteter, schwerer Boden
- Zu dichter Pflanzenbestand
Vorbeugung
Entfernen und Umgang mit kranken Pflanzen: Die gesamte Pflanze ausgraben und verbrennen oder aus dem Garten entfernen; keine Teile kompostieren. Den Standort vor erneutem Pflanzen desinfizieren, da der Pilz im Boden bis zu 15 Jahre überdauern kann.
Vorbeugende Maßnahmen in der Kultur: Auf gut durchlässigem Substrat pflanzen und Staunässe um die Wurzeln vermeiden; für eine gute Bodenstruktur und Drainage sorgen.
Auch stärkende Maßnahmen sind sinnvoll: Eine Behandlung oder Anreicherung der Wurzeln mit Mykorrhiza beim Pflanzen (oder später) kann die Widerstandskraft des Wurzelsystems erhöhen.
Zur Boden-Desinfektion und für prophylaktische Spritzungen können auch biologische Mittel eingesetzt werden. In der Praxis wird als Beispiel aus dem freien Handel Biosept Active genannt, das einen natürlichen Grapefruit-Extrakt enthält.
Behandlung
Bei Früherkennung können vorbeugende Spritzungen vorgenommen werden. In der Praxis ist die Wirksamkeit chemischer Mittel jedoch oft begrenzt. Bei starkem Befall ist die gesamte Pflanze mitsamt möglichst viel befallenem Substrat auszugraben und zu entfernen.
Entfernte Pflanzenreste dürfen nicht kompostiert werden. Den Standort der entfernten Pflanze sollte man vor einer erneuten Pflanzung desinfizieren.
Ökologische Mittel
- Biosept Active
- Mykorrhiza 150 g
- Polyversum WP
Chemische Mittel
- Magnicur Energy 840 SL
- Proplant 722 SL 10 ml
- Saprol 100 ml
- Scorpion 325 SC
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