Krankheit

Anthraknose

Anthraknose ist eine Pilzkrankheit, die der Blattfleckenkrankheit ähnelt, aber auch Blüten, Stängel und Früchte befällt.

Anthraknose

Schnelles Reagieren erhöht deutlich die Chancen, Anthraknose einzudämmen. Die wichtigsten Schritte sind das unverzügliche Entfernen der Infektionsquellen und das Begrenzen der Verbreitung von Sporen.

Gehen Sie wie folgt vor: entfernen und verbrennen Sie alle befallenen Pflanzenteile und reinigen Sie den Bereich um die Pflanzen gründlich (abgefallene Blätter, befallene Triebe). Erst danach führen Sie eine Behandlung per Spritzung durch — mit einem ökologischen oder chemischen Mittel — bei windstillem, trockenem Wetter und gemäß den Angaben des Herstellers.

War Anthraknose in der vergangenen Saison vorhanden, empfiehlt sich eine prophylaktische Spritzung im Mai und Juni mit biologischen Präparaten, die die Widerstandskraft der Pflanzen verbessern und helfen, verschiedenen Krankheiten vorzubeugen.

Symptome

Anthraknose tritt meist im Sommer auf und kann Blätter, Blüten, Stängel sowie Früchte von Zierpflanzen befallen. Die Symptome zeigen sich in Form von:

  • Blättern: rundliche, dunkle Flecken (meist braun, manchmal rot, bräunlich, gelb oder grau) mit einem gelben Saum; die Flecken vergrößern sich und werden zahlreicher; die Blätter vergilben, bräunen und fallen ab;
  • Stängeln und Früchten: eingesunkene Flecken, Wunden und korkartige Verhärtungen; an befallenen Stellen können Triebe absterben oder abbrechen;
  • in der Mitte der Flecken oder auf der Blattunterseite sind dunkle Punkte sichtbar — die Sporen des Pilzes, die bei Regen oder Bewässerung die Infektion verbreiten;
  • manchmal reißen die Blätter ein und es entstehen Löcher.

Der Pilz überwintert in abgefallenen Blättern und befallenen Trieben. Anthraknose entstellt Pflanzen, führt zum Absterben von Trieben und kann Nachbarpflanzen infizieren, weshalb Bekämpfung notwendig ist.

  • Blattabwurf
  • Flecken
  • Flecken an Trieben
  • Verfärbungen
  • Welken einzelner Triebe

Ursachen

  • Hohe Luftfeuchtigkeit
  • Regnerisches Wetter

Vorbeugung

Grundregeln zur Vorbeugung von Anthraknose:

  • Entfernen und verbrennen Sie befallene Pflanzenteile bei den ersten Symptomen — so verringern Sie die Infektionsquelle.
  • Entfernen Sie regelmäßig abgefallene Blätter und verbrennen Sie diese, auch im Herbst — das abgestorbene Material ist ein Überwinterungsort des Pilzes.
  • Vermeiden Sie Blattnässe beim Gießen; gießen Sie am besten direkt an der Basis der Pflanzen.
  • Lichten Sie Kronen und entfernen Sie Unkraut, um die Luftzirkulation zu verbessern; pflanzen Sie nicht zu dicht.
  • Es können ökologische Präparate zur Stärkung der Pflanzen eingesetzt werden, z. B. Biosept Active, Bioczos oder Biochikol — sowohl prophylaktisch als auch zur Bekämpfung sichtbarer Symptome.

Behandlung

Nach dem Auftreten der ersten Flecken entfernen Sie sofort alle befallenen Pflanzenteile und verbrennen diese. Erst nach Beseitigung der Infektionsquellen führen Sie eine Spritzbehandlung mit einem fungiziden Mittel (ökologisch oder chemisch) gemäß den Herstellerangaben bei trockenem, windstillem Wetter durch.

Die Spritzungen müssen in der Regel 2–3-mal im Abstand von 7–10 Tagen wiederholt werden. Es wird empfohlen, verschiedene Präparate im Wechsel anzuwenden, um das Risiko einer Resistenzbildung des Erregers zu verringern.

Ökologische Mittel

  • Biochikol 020 PC
  • Bioczos BR
  • Biosept Active
  • Miedzian 50 WP

Chemische Mittel

  • Fungimat
  • Kaptan 50 WP
  • Saprol 25 ml
  • Score 250 EC
  • Scorpion 325 SC
  • Switch 62,5 WG 20 g

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